Sowohl am 27. Feber 1938 (Hauptplatz vor dem Bezirksgericht - 8.000 Teilnehmer / Manche Quellen nennen auch den 28. Feber) als auch am 11. März 1938 (Wienerstraße vor dem Gebäude Nr. 13 - 14.000 Teilnehmer) fanden in Oberwart Großkundgebungen der Nationalsozialisten statt, zu denen Teilnehmer aus der ganzen Umgebung anmarschiert waren. // In der Nacht vom 11. auf den 12. März 1938 lösten nach telefonischen Drohungen von Hermann Göring noch vor dem Einmarsch deutscher Truppen österreichische Nationalsozialisten das austrofaschistische Ständestaatsregime ab, und die Übernahme des Staates hatte, obwohl formal noch gar nicht vollzogen, von unten nach oben seinen Anfang genommen. Am 12. März übernahmen Wehrmacht-, SS- und Polizeieinheiten das Kommando. Die nach langem Zögern vom Bundespräsidenten Wilhelm Miklas in dieser Nacht bestellte nationalsozialistische Bundesregierung unter Arthur Seyß-Inquart führte am 13. März 1938 im Auftrag von Adolf Hitler, der tags zuvor in Österreich eingetroffen war, den „Anschluss“ administrativ durch. Beträchtliche Teile der österreichischen Bevölkerung begrüßten den „Anschluss“ mit Jubel, für andere, wie Sozialisten, Kommunisten, Christlichsoziale, insbesondere für die Juden Österreichs, bedeutete der „Anschluss“ Entrechtung, Enteignung und Terror. – Siehe auch die Bilder #1073, #2793, #2794, #2795 und #3911;
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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