Das Bild zeigt das zweigeschossige Wohngebäude mit offenen Loggien und Säulen in der Südtirolersiedlung (Wienerstraße 32). Es handelt sich dabei um eine doppelstöckige Loggia, bei der die Öffnungen nach außen hin als offene Arkadenbögen auf kurzen Säulen gestaltet sind. Man spricht daher architektonisch von einer Arkadenloggia. - Zur Geschichte der Siedlung: Diese „Südtiroler-Siedlung - zwei bis dreistöckige Gebäude mit 72 Wohnungen - “, die 1940 fertig wurde, sollte den Südtiroler Optanten eine neue Heimat bieten. Sie wurde anstelle des Sägewerks Schlenger, das vorerst von den NAZIS arisiert und dann abgefackelt worden war, nordwestlich des Stadtzentrums in den Kriegsjahren errichtet. Später kamen aber auch volksdeutsche Umsiedler aus der Bukowina und Bessarabien [Anm.: heute Teile der Republik Moldau und der Ukraine] hinzu. Sie dient ausschließlich der Wohnfunktion.- Die gemeindeeigene Großwohnanlage, meist nur Siedlung genannt, wurden durch Kriegs- und Nachkriegseinwirkungen arg beschädigt. Die Schäden wurden im Jahre 1947 behoben und die Wohnungen wieder benützbar gemacht. Im gleichen Jahr wurden über Ersuchen der Landesregierung, welche auch die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellte, 40 Wohnungen der „Siedlung“ für Bergleute der Tauchener Kohlen A.G. bereitgestellt. Die Objekte in der Andreas Hofergasse wurden in den Jahren 1962 bis 1966 in drei Bauetappen unter Inanspruchnahme von Mitteln des Wohnbauförderungsfonds aufgestockt, wodurch 40 Wohnungen neu geschaffen werden konnten.
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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