Janos Topler "Das Zeitalter der Großen Brände" - Auslöser für die Gründung der Feuerwehr

Janos Topler "Das Zeitalter der Großen Brände" - Auslöser für die Gründung der Feuerwehr

Aus Janos Topler “Beschreibung von Oberwart / Felsőeőr. Ursprung, Entwicklung, Geschichte und Fakten. - Für die Menschen in Oberwart / Felsőőr - Geschrieben von János Topler, 25. Dezember 1944: Das Zeitalter der großen Brände - 1876 brannten vier Häuser mit den Nummern OW 500 / Graf Erdödystraße 46, OW 501 / Graf Erdödystraße 44, OW 504 / Graf Erdödystraße 42 sowie OW 506 / Johann Straußgasse 48 nieder. Im Jahr 1879 siebenunddreißig Häuser, ganz Pinkaszer [Anm.: Pinkaviertl – damaliger Verlauf der Pinka ca. Graf Erdödystraße stadteinwärts bis zur Eisernen Brücke und weiter bis zur Johann Straußgasse] von rechts nach links, wo das Feuer im Haus OW 478 /Graf Erdödystraße 58 während eines starken Windes beim Heu mähen ausbrach. - Ihren Höhepunkt erreichten diese Brände dann am Karnevalstag [Anm.: Faschingsdienstag] des Jahres 1882, am 21. Februar, weil Müllerjunge Jozsef Pelzmann an der obersten Mühle bei Müller Kopácsy (heute Jozsef Stieber), einen Eimer Wasser auf Speck goss, der beim Räuchern von Fleisch Feuer fing. Bis das brennende Speckfett, das während des schrecklichen Orkans zur gleichen Zeit ausflog und das Schicksal von 97 Häusern besiegelte. Das ganze Malomszer [Anm.: Mühlenviertl um die Stiebemühle] brannte nieder, der äußere Teil von Nagyutcza [Anm: Johann Straußgasse vom Wehoferbach bis zur Graf Erdödystraße] bis zum Fuß von Vörösdomb und das ganze Tüskevár [Anm.: Dornburggasse] brannte zu Asche, und sogar die Hauptbäume auf dem reformierten Friedhof brannten zu Asche nieder. Nachdem alles unwiederbringlich verbrannt war, musste für die Ernährung der unglücklichen Bevölkerung gesorgt werden. - Jedenfalls, wenn wir uns den Verlauf dieses Brandes in dem fürchterlichen Sturm genauer ansehen, hat er ganze brennende Haufen mit sich getragen, weil 10-20 Häuser gleichzeitig und alle 97 Häuser, die dem Brand im Wege standen, abgebrannt sind. Im Laufe einer Stunde breitete sich der Rauch bis Alsöör / Unterwart aus. - Und im darauffolgenden Jahr brannte Dombhát [Anm: Bereich zwischen Wiesengasse und Grazerstraße bis zur heutigen Bach-Apotheke] mit 32 Häusern nieder, deren Feuer von einem Betrunkenen (Tüzes Ruzsa) freiwillig oder unfreiwillig im Rausch, ebenfalls bei starkem Wind verursacht wurde. Das Haus OW 271 / Wiesengasse 28 (Familie Ruzsa, derzeit im Besitz von Gángoly Izabella geb. Gángoly) fing Feuer, und im benachbarten Haus OW 272 / Wiesengasse 24 wurden die Kühe, trotzdem sie losgebunden waren, von Rauch und Hitze niedergestreckt und verbrannt. Dieses Dombhát Feuer brach am 7. März 1883 um 23:00 Uhr aus, und das Khloyber Haus (OW 237 / Linke Bachgasse 58 [Anm.: Vis a vis der Bachapotheke]) brannte als letztes. - ….. - Nach den verheerenden Brandschäden wurde auf Initiative des bereits erwähnten Adligen und überaus gnädigen Grafen István Erdödy und seines ebenfalls sehr beliebten Sohnes Graf Gyula Erdödy der „Felsöeör Freiwillige Feuerwehrverein“ gegründet. Trotzdem brannten 1885 wieder neun Häuser, auch auf Pinkaszer (OW 496 / Graf Erdödystraße 50) fing das Haus Feuer. - Das Bild wurde mit 1883, dem Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr in Oberwart datiert.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1883

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

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