Die Zeitung berichtet ausführlich: „Landesvereines vom Roten Kreuz für Wien, Niederösterreich u. Burgenland beehrt sich, seine verdienstvollen Mitarbeiter, die freiwill. Feuerwehren des Bezirkes Oberwarth, welche als ordentliche Mitglieder Sitz und Stimme haben, schon heute zu der am Sonntag den 26. März 1933 in Oberwarth im Saale des Gasthofes Anton Wagner für 9 Uhr vormittags anberaumten gründenden Vollversammlung auf das herzlichste einzuladen, welche noch durch die Dekorierung des überall verdienstvollen Ehrenobmannes Johann Wehofer in Oberwarth mit dem ihm vom Bundeskanzler für seine außerordentlichen Verdienste um das Rettungswesen im Bezirke Oberwarth verliehenen Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuze seine besondere Weihe erhält. Allen verehrlichen Mitgliedern und Interessenten sei weiters bekanntgemacht, daß schon am Samstag den 25. März d. J. mit dem für den Zweigverein Oberwarth anzuschaffen beabsichtigten modernsten geländegängigen Steyr 6-Rad-Sanitätsauto, Typ 40 V in die am schwersten zu erreichenden Gemeinden wie Aschau, Dreihütten, Schmiedrait, Weinberg, Grodnau, Oberdorf usw. eine Probefahrt zu unternehmen geplant ist und bei der Gründungsversammlung des Zweigvereins Oberwarth sodann darüber berichtet werden wird. Die Geschäftsführung des Zweigvereines Oberwarth ging von der Erwägung aus, daß sich die Mehrkosten eines solchen bei der Mitte März d. J. in Wien stattfindenden Frühjahrsmesse das erstemal zu sehenden heimischen dreiachsigen Autos gegenüber einem zweiachsigen also 4-Rad-Wagens sicherlich schon durch die erhöht betriebene Werbetätigkeit im Oberwarther Bezirke reichlich lohnen wird, wenn das zirka im Mai d. J. einzuweihen geplante Rettungsautomobil in alle Gemeinden - selbst wo noch nie ein Automobil hingelangt ist – rasche Nützlichkeit des Abtransportes in das Oberwarther Spital gewährleistet und so die richtige werktätige Nächstenhilfe zu spenden in der Lage sein wird. Die Kosten dieses Geländewagens dürften sich auf zirka 22.500 Schilling belaufen, was sicherlich eine sehr stattliche Summe darstellt, weshalb nicht genug oft alle noch säumigen Gemeinden oder noch desinteressierten Kreise ausgefordert und aufgeklärt werden können, daß die jetzt erreichte Anzahl an unterstützenden Mitgliedern im Bezirke Oberwarth von über 1000 bei nur einigem guten Willen leicht verdoppelt werden könnte, um sich der in so verhältnismäßig kurzer Zeit in Aussicht gestellten Einlösung der vom Landesvereines vom Roten Kreuze in Wien gegebenen Versprechens würdig zu erweisen. Sehr lobenswert zu erwähnen sind die Resultate der nachfolgend angeführten Gemeinden Aschau mit 56, Drumling mit 25 und Markthodis mit 49 Mitgliedern, es verbleiben, demnach immer noch 64 Gemeinden, die trotz wiederholter Aufforderungen bisher keine Werbetätigkeit entfaltet oder aber ein ganz und gar mit der Größe des Ortes in keinem Einklang stehendes Teilresultat berichtet haben. Aus technischen Gründen findet die kommissionelle Prüfung der restlichen Rettungsmänner des Oberwarter Bezirkes nicht am Tage der Gründungsversammlung des Zweigvereines Oberwarth in Oberwarth, sondern womöglich vorher, und zwar am Sonntag den 12. März 1933 in Oberwarth statt und ergeht die Verständigung noch rechtzeitig an alle Beteiligten, doch mögen sich die Kandidaten auch am Sonntag den 26. März d. J. um 9 Uhr vormittags in Oberwarth im Gasthofe Anton Wagner einfinden, wo ihnen das Gelöbnis abgenommen und die Dienstzeichen des freiwilligen Laiensamariters von dem geschäftsführenden Vizepräsidenten Landesfeuerwehrbeirat Rudolf Mitlöhner aus Stockerau ausgefolgt werden wird. Den weiblichen Frequentanten der Kurse aus der „1. Hilfeleistung bei Unglücksfällen" wurde über Antrag des Geschäftsführers eine Bestätigung des Kursbesuches sowie der mit Erfolg abgelegten Prüfung zuerkannt und werden ihnen dieselben in der nächsten Zeit zugemittelt werden“.
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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