Die Zeitung schreibt: „Einbrecher an der Arbeit. Eine ganze Serie von Einbrüchen ereignete sich in Oberwarth. Der erste Einbruch, den die Gauner unternahmen, galt dem Opferstock der katholischen Kirche. Bei dieser Arbeit wurden sie jedoch rechtzeitig verscheucht. Nun verlegten die Täter ihr Arbeitsfeld in die Kanzlei des Rechtsanwaltes Dr. Schuster und da sie nichts Wertvolleres vorfanden, zertrümmerten sie die dort befindlichen Möbel des Kapitäns Koczor und raubten einige Wertgegenstände. Auch in die Wohnung des Bankkassiers Franz Michel drangen die Räuber und entwendeten aus der Speis einige Lebensmittel. Im Hotel Neubauer erbeuteten sie Zigaretten und Schnaps. Die eifrigen Diebe erweiterten das Feld ihrer Tätigkeit, indem sie auch der Kirche in Tatzmannsdorf einen Besuch abstatteten und soll das Kurbad über derartige Besuche nicht besonders erbaut sein. Aus dem Oberwarther Kino entwendete ein halbwüchsiger Junge einen Film. Von der Gendarmerie einvernommen, behauptete der Knabe, er habe den Film in die Pinka geworfen und bezeichnete die Stelle. Trotz eifrigen Nachsuchens konnte er nicht gefunden werden und wird deshalb den Angaben des Burschen, der einer hier gastierenden Schauspielergesellschaft angehören soll, wenig Glauben beigemessen. Es ist sehr bedauerlich, daß die Unsicherheit in unserer bis jetzt von solch lichtscheuem Gesindel wenig heimgesuchten Gegend in solch erschreckendem Maße zunimmt und ist zu wünschen, daß man der Verbrecher in Bälde habhaft wird“.
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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