Oberwarter Zeitung vom 18. Oktober 1953: Evangelische Pfarrhausweihe in Oberwart am 11. Oktober 1953.

Oberwarter Zeitung vom 18. Oktober 1953: Evangelische Pfarrhausweihe in Oberwart am 11. Oktober 1953.

Der ausführliche Bericht lautet: „Der schönste Herbsttag war angebrochen. Die Sonne strahlte und segnete und der Himmel gab sein wundersamstes Blau. Und eine gottesdienstliche Gemeinde versammelte sich in dem lieben Gotteshaus, wie nur noch an den größten Festen der Kirche. Von allen umliegenden Gemeinden waren Freunde des Wortes Gottes herbeigeeilt. Unter den Festgästen sah man Nationalrat Guth mit einer Abordnung aus Pinkafeld, Regierungsrat Gustav Steiner, Unterschützen, den Bürgermeister von Oberwart Dkfm. Lehmacher mit den Gemeinderäten und das ganze Presbyterium der reformierten Schwesterngemeinde. In der Mitte der gottesdienstlichen Gemeinde saßen die beiden Gottes Boten des Festes: Oberkirchenrat Adolf Künzel aus Wien und der bgld. Superintendent Gustav Dörnhöfer. – Schon der Vorabend der Pfarrhausweihe mit dem Laienspiel „Das Unkraut im Weizen“ und dem Festvortrag des Seniors der südburgenländischen Gemeinden Paul Nitschinger aus Pinkafeld „Das evangelische Pfarrhaus“ war ein Triumph des Evangeliums. – Der Weihesonntag aber wurde zu einem einzigartigen Fest des Dankes. Das war die Festpredigt des OKR Adolf Künzel auf Grund der Sonntagsepistel. Wenn auch immer wieder der Prediger überwältigt durch diese gottesdienstlicher Stunde hinabstieg in die Schatzkammern seines Amtes, um den Männern ein besonderes Wort zu sagen, und dann wieder den Frauen oder der Jugend, das war der Anfang und die Mitte und der Beschluß: DANKEN! Das war die Weihansprache, gehalten von Superintendenten Gustav Dörnhöfer vor dem neuen Pfarrhaus – unterdessen war auch Landeshauptmann Wagner im Namen der Burgenländischen Landesregierung und er Bezirkshauptmann Oberregierungsrat Penzinger zum Feste gekommen – auf Grund der beiden Losungen des Festtages: DANKEN! Das waren die Worte des Kurators der Oberwarter Gemeinde Gustav Brunner, des Oberkirchenrates Künzel im Namen des Evangelischen Oberkirchenrates und des Gustav Adolf-Vereins, des reformierten Pfarrers Gyenge Emmerich, des Nationalrates Guth, des Landesrates Wagner, der besonders auch an den Kampf des Glaubens gegen die Gottlosigkeit gedachte, des Bürgermeisters Lehmacher und des Ortspfarrers. DANKEN! Und das war auch das Freuen und das Denken aller. – So lesen wir auf der Gedenktafel des neuerbauten Pfarrhauses: A.D. 1953 Pfarrhausbau. Der Gustav Adolf-Verein hat das Werk angefangen und mit Opfergaben immer wieder ermöglicht, die burgenländische Landesregierung hat wesentlich mitgeholfen, die Superintendentur und der Evangelische Oberkirchenrat in Wien haben für uns gebeten, sodaß alle Evangelischen in Österreich und die „Evangelischen in aller Welt“ – Lutherischer Weltbund mit uns bauten. Wir aber in der Pfarre Oberwart haben gearbeitet und geopfert soviel in unserer Kraft stand. So möge Gott das neue Pfarrhaus segnen. Die Evang. Gemeinde A.B. in Oberwart“ – Das war die Weihe des Evangelischen Pfarrhauses und das ist die einzige und ewige Weihe der Gemeinde Jesu Christi: „Ehre sei Gott in der Höhe“ und „Siehe, ich bin bei euch alle Tage!“

JAHR DER ENTSTEHUNG

1953

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Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © ÖNB – ANNO: Historische österreichische Zeitschriften und Zeitungen

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