Burgenländisches Volksblattt vom 22. November 1952: Gründung einer Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Süden

Burgenländisches Volksblattt vom 22. November 1952: Gründung einer Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Süden

Die Zeitung schreibt: „Wohnungen für das Burgenland: Gründung einer Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft für den Süden - Am 8. d. M. hat sich in Oberwart die Gemeinnützige südburgenl. Wohnbau- u. Siedlungsgenossenschaft mit dem Sitz in Oberwart konstituiert. Diese Genossenschaft hat sich zur Aufgabe gestellt, den baulustigen Interessenten auch in abseits gelegenen Orten des südlichen Burgenlandes die Möglichkeit der Gewährung eines Baukredites aus dem Bundes-Wohnbau-und Siedlungsfonds zu vermitteln. Bekanntlich wird der Wohnbau- und Siedlungsfonds aus jenen Mitteln gespeist, die aus den von allen Dienstnehmern und Dienstgebern gesetzlich zu leistenden Wohnbauförderungsbeiträgen und zu einem geringeren Teil aus staatlichen Zuschüssen eingehen. - Die neugegründete „Gemeinnützige südburgenländische Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft'’ will in besonderem Maße zur Belebung des Arbeitsmarktes beitragen helfen. Wenn auch in einigen wenigen Orten des südlichen Burgenlandes bereits eine Siedlungsgenossenschaft bestehen mag, so ist aus den zahlreichen Anfragen zu ersehen, daß es für die Errichtung von Eigenheimen noch Interessenten gibt, die eine parteipolitische Bindung nicht eingehen oder sonst aus irgendwelchen Gründen der nächstliegenden Siedlungsgenossenschaft nicht beitreten wollen. Die neugegründete „Gemeinnützige südburgenländische Wohnbau- und Siedlungsgenossenschaft”, deren Wirkungskreis sich auf die drei Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf erstreckt, glaubt hier nicht nur dem ausgesprochenen Siedler, sondern dem Arbeiter, Angestellten wie auch dem besonders schwer um seine Existenz ringenden Kleingewerbetreibenden die Möglichkeit zur Errichtung eines seinen Wünschen entsprechenden Eigenheimes im Rahmen der verfügbaren Mittel zu schaffen. - So soll der aus öffentlichen Mitteln kommende Geldfluß in die entlegensten Orte des südlichen Burgenlandes reichen und sie an den Vorteilen des Bundeskredites teilhaben lassen. Das der neugegründeten Genossenschaft bisher bereits entgegengebrachte große Interesse aus allen Bevölkerungsschichten und die Tatsache, daß an der Gründungsversammlung als erfahrener Siedlungsfachmann OLGR. Dr. Huber aus Wien, ferner NR. Dr. Nemec, Bezirkshauptmann OLGR. Penzinger sowie der Obmann der Kammer der gewerblichen Wirtschaft Bezirksstelle Oberwart Schlossermeister Ludwig Ni[c]ka teilnahmen, deutet auf die Bedeutung des Unternehmens hin“.

JAHR DER ENTSTEHUNG

1952

ANGABEN ZUR HERKUNFT DES BILDES

Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER

Herkunft des Bildes: © ÖNB – ANNO: Historische österreichische Zeitschriften und Zeitungen

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