Auf Grund des „Hitler-Mussolini-Abkommens“ von 1939 wurden die Südtiroler gezwungen unter den Bedingungen des italienischen Faschismus in Südtirol zu bleiben oder ins Deutsche Reich auszuwandern. Für die derart zugezogenen Südtiroler wurden daher überall im Deutschen Reich (in den Jahren 1939 bis 1941 auch in Oberwart) sogenannte Südtiroler Siedlungen (Wohneinheiten in einheitlicher Bauweise) errichtet. - In Oberwart geschah das auf dem Gebiet des erst abgebrannten Sägewerks und Holzlagerplatzes Schlenger. Baumeister war Willibald Pierer. - Zur Geschichte: Diese „Südtiroler-Siedlung - zwei bis dreistöckige Gebäude mit 72 Wohnungen - “, die 1940 fertig wurde, sollte den Südtiroler Optanten eine neue Heimat bieten. Sie wurde anstelle des Sägewerks Schlenger, das vorerst von den NAZIS arisiert und dann abgefackelt worden war, nordwestlich des Stadtzentrums in den Kriegsjahren errichtet. Später kamen aber auch volksdeutsche Umsiedler aus der Bukowina und Bessarabien [Anm.: heute Teile der Republik Moldau und der Ukraine] hinzu. Sie dient ausschließlich der Wohnfunktion.- Die gemeindeeigene Großwohnanlage wurden durch Kriegs- und Nachkriegseinwirkungen arg beschädigt. Die Schäden wurden im Jahre 1947 behoben und die Wohnungen wieder benützbar gemacht. Im gleichen Jahr wurden über Ersuchen der Landesregierung, welche auch die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellte, 40 Wohnungen der „Siedlung“ für Bergleute der Tauchener Kohlen A.G. bereitgestellt. Die Objekte in der Andreas Hofergasse wurden in den Jahren 1962 bis 1966 in drei Bauetappen unter Inanspruchnahme von Mitteln des Wohnbauförderungsfonds aufgestockt, wodurch 40 Wohnungen neu geschaffen werden konnten.
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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