Während des 2. Weltkriegs mussten im Deutschen Reich Rohstoffe wegen fehlender Lieferungen aus dem Ausland im Inland beschafft werden. Dabei ging es vor allem um Buntmetalle wie Kupfer, Messing, Zinn, Zink usw. als wichtige Rohstoffe der Rüstungsindustrie (z. B. zur Herstellung von Geschosshülsen) und um Eisen. Begründet mit dem bevorstehenden Führergeburtstag erließ Generalfeldmarschall Hermann Göring am 27. März 1940 den Aufruf zur Metallspende des deutschen Volkes zum Geburtstag des Führers. Den Höhepunkt der Metallsammlungen bildete die reichsweite Erfassung und Demontage von bronzenen Kirchenglocken. Auch eine Glocke der reformierten Kirche war davon betroffen und wurde 1942 demontiert. Obwohl bei Kriegsende rund 15.000 Glocken noch nicht eingeschmolzen worden waren und aufwändig identifiziert wurden, war die reformierte Glocke aus Oberwart verloren. Die Gemeinde musste eine neue anschaffen. Diese Glocke wurde 1949 gegossen und am 16. Oktober des selben Jahres geweiht. (Siehe Bild #4857 und die Bilder #9120 und #9121);
Hochgeladen von: Tillfried SCHOBER
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